Der
israelisch-amerikanische Konzertpianist Menachem Har-Zahav hat die Werke der romantischen Komponisten zum Mittelpunkt
seiner Arbeit gemacht.
Herr
Har-Zahav bekam ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren und war innerhalb von nur drei Monaten fähig, öffentlich zu spielen. Innerhalb eines Jahres übernahm
Universitätsprofessor Dr. Gavin Doughty seine Klavierausbildung.
Sein erstes öffentliches Konzert fand im Alter von sieben Jahre
statt. Es folgten weitere Klavierstudien an der Indiana State
University, und im Alter von 16 trug er Gershwin's Rhapsody in Blue
mit Orchesterbegleitung vor. Die Presse befand, dass sein
Klavierspiel "beweist, das vor Ort geschultes Talent qualitativ
vergleichbar ist mit dem, was man in den geheiligten Hallen der
Musikschulen im Osten [der USA] findet."
Während
er an der Central Missouri State University Klavier studierte, hatte
er die Möglichkeit, an Konzerterfahrung hinzuzugewinnen und an
zahlreichen Wettbewerben teilzunehmen und zu gewinnen. Nachdem er
seinen Magisterabschluss im Hauptfach Klavier erlangte, begann
Har-Zahav an der Lincoln University zu unterrichten, wo er „Artist
in Residence“ war und sich so auf das Konzertieren konzentrieren
konnte. Seine Dozentenkarriere fortführend wurde er Associate
Professor of Music an der University of Arkansas, wo er zugleich - im
jungen Alter von 26 - die Leitung der Klavierfakultät inne hatte.
Nach drei Jahren als Dozent zog Har-Zahav nach England, um an einem
Doktorandenstudiengang teilzunehmen. Nach einem Jahr entschied er
sich jedoch, seinem Herzen zu folgen und sich aufs Konzertieren zu
konzentrieren.
Es
folgte ein Übersiedeln nach Deuschland, wo er sich seitdem ganz
seiner Pianistenkarierre widmet und inzwischen rund 60 Konzerte pro
Jahr spielt. Er ist als Solist mit und ohne Orchesterbegleitung
international aufgetreten. Seine zahlreichen Gastspiele in
Deutschland führten ihn u.a. in die Tonhalle Düsseldorf, in den
Gasteig München, in die Laeisshalle Hamburg und ins Beethovenhaus
Bonn. Im europäischen Ausland hat er in den Niederlanden, der
Schweiz, England und Italien gespielt.
Publikum
und Presse sind regelmäßig begeistert von Menachem Har-Zahavs
Auftritten: Über sein aktuelles Programm Hommage an Chopin
urteilte die Allgemeine Zeitung: „Wenn jemand es versteht, Chopin
meisterhaft zu interpretieren, dann er.“ Die Westfälischen
Nachrichten sprachen von „einer bemerkenswerten, formvollendeten
Darbietung, wie man sie nicht oft erlebt“ und für die Rheinische
Post war es einfach „ein brillanter Chopin-Abend“ und „Anders
darf Chopin gar nicht klingen.“ Man schätzt ihn für seine
musikalische Aussagekraft und seine "ans Wahnwitzige reichende
Technik", denen er die Bezeichnung als „Starpianist“
verdankt. Dabei ist die Virtuosität nie Selbstzweck, sondern sie
wird eingesetzt, um transparente Klangbilder im Dienste der Musik zu
schaffen.
Das
Standardprogramm für 2011 war eine Hommage
an Franz Liszt.
Vorgetragen wurde ein abwechslungsreicher und unterhaltsamer Auszug
aus dem Werk des großen Klaviervirtuosen und Komponisten des 19.
Jahrhunderts, dessen Geburtstag sich im Jahr 2011 zum 200. Mal jährte. Auch für dieses Programm wurde er mit positiven Kritiken überhäuft.
Ende 2011 wurde eine neue CD mit Werken jüdischer Komponisten des 19. Jahrhunderts eingespielt. Die Stücke auf dieser CD finden sich auch im neuen Konzertprogramm wieder.
Har-Zahav
möchte gerade auch die Jugend für klassische Musik begeistern.
Deshalb haben im Allgemeinen Kinder und Jugendliche freien Eintritt
zu seinen Konzerten. Er selbst sagt dazu: „Ich finde es schade,
dass so viele Kinder und Jugendliche klassische Musik als altmodisch
und langweilig ansehen. Ich möchte ihnen die Gelegenheit bieten, zu
erleben, dass Komponisten durch die musikalischen Epochen hinweg
spannende Musik geschrieben haben, die auch heute noch mitreißt.“